Die olympische Tragödie (Das Attentat)
"Die Aktion in München war nicht, wie es im Nachhinein schien, der kühl kalkulierte Erfolg eines
4.10 Uhr: Die Postbeamten Heinz-Peter Gottelt, Arno Thomas und Karl Weber, die während der Nacht die Telefonleitungen im Olympischen Dorf kontrollieren, beobachten mehrere Männer in Trainingsanzügen, die mit Sporttaschen über den Zaun bei Tor 25A klettern und in der Dunkelheit des Dorfes verschwinden. Die Monteure schöpfen keinen Verdacht, sie halten die Männer für spät heimkehrende Sportler. Ein fataler Irrtum, denn die Unbekannten sind palästinensische Fedayin der Terrorgruppe "Schwarzer September", in den Sporttaschen befinden sich Maschinenpistolen und Handgranaten. Die Männer steuern das Quartier der israelischen Mannschaft an.
4.35 Uhr: Die Araber dringen in das Haus Conollystraße 31 ein und steuern zunächst die obersten Stockwerke an, wo sie die Wohnungen der Israelis vermuten, tatsächlich aber nur Sportler aus Hongkong untergebracht sind. Kurz darauf wird Moshe Weinberg in seinem Zimmer im Erdgeschoss gefangen genommen und bei einem Handgemenge angeschossen. Er wird gezwungen, den Terroristen die anderen Unterkünfte der israelischen Sportler in den angrenzenden Wohnungen zu zeigen. Der Gewichtheber Tuvia Sokolsky entkommt den Attentätern, indem er vom Balkon seines Zimmers im 1. Stock herunterklettert. In den benachbarten Wohnungen werden weitere Israelis gefangen genommen und zum Haus 31 gebracht.
4.52 Uhr: Bei einem Fluchtversuch wird Weinberg erschossen. Dem Ringer Gad Zabari gelingt es, den Attentätern über die Treppe zum Kellergeschoss zu entkommen. Die Mitglieder der Mannschaft aus Hongkong im Obergeschoss des Gebäudes schließen sich in ihren Zimmern ein.
Conollystraße 31 und das Zimmer der Geiseln
4.55 Uhr: Bei Grenzschutz-Major Wolfrum im Polizeiführungsstab am Willi-Gebhardt-Ufer 32 klingelt das Telefon: „Hier wird geschossen!” Beamte der Kripo-Wache des Olympischen Dorfes und der Bereichsleiter des Ordnungsdienstes erreichen den Tatort in der Conollystraße. Am Eingang winkt ein Mann mit weißem Hut, geschwärztem Gesicht und Sonnenbrille die Beamten heran und verschwindet im Haus. Vom Balkon weht ein Papier auf die Straße. Der Mann befiehlt von oben auf deutsch: „Lassen Sie das sofort der israelischen Regierung zukommen. Hier ist etwas passiert, sorgen Sie dafür, dass Erste Hilfe kommt.” Die Terroristen verlangen in dem Papier bis 9.00 Uhr die Freilassung von 234 in Israel gefangen gehaltenen Palästinensern sowie der inhaftierten deutschen Terroristen Andreas Baader und Ulrike Meinhof, den ungehinderten Abflug mit den Geiseln in eine arabische Hauptstadt sowie freies Geleit für sich selbst und ein aufgetanktes Flugzeug. Sie drohen, die Geiseln sofort zu erschießen, falls die Polizei versuchen sollte, das Gebäude zu stürmen.
5.21 Uhr: Das Olympische Komitee, die Polizei und Krankenwagen werden alarmiert. Die Terroristen schleppen den toten Moshe Weinberg zum Hauseingang, wo er vom Rettungsdienst gefunden wird. Der Gewichtheber Josef Romano, auf den ebenfalls geschossen wurde, liegt tödlich verletzt in einem Zimmer im ersten Stock. Die Attentäter lassen niemanden mehr in das Haus. Romano verblutet vor den Augen seiner Kameraden.
7.40 Uhr: Mehrere Hundertschaften der Bereitschaftspolizei treffen zur Unterstützung der Sicherheitskräfte vor Ort ein.
8.10 Uhr: Die Polizistin Annaliese Graes aus Essen, die sich freiwillig als Vermittlerin zur Verfügung gestellt hatte, beginnt ihren Fußmarsch vom Verwaltungsgebäude G1 zur Conollystraße 31, wo sie mit Issa ein Gespräch führt und in den folgenden Stunden den Kontakt aufrecht erhält.
8.45 Uhr: Eine Viertelstunde vor Ablauf des Ultimatums begeben sich Manfred Schreiber, Walther Tröger und das ägyptische IOC-Mitglied A. D. Touny zum Tatort, wo sie Issa davon überzeugen können, dass es völlig unmöglich sei, die Forderungen der Attentäter bis 9.00 Uhr zu erfüllen, da die Regierungen in Bonn und Tel Aviv mehr Zeit bräuchten, um mit den Inhaftierten in ihren Ländern Kontakt aufzunehmen. Das Ultimatum wird bis 12.00 Uhr verlängert. Im Lauf des Vormittags wird Tuvia Sokolsky, noch mit seinem Schlafanzug bekleidet, im Olympia-Pressezentrum von Reporter Dan Shilon für das israelische Fernsehen zu den Ereignissen befragt.
Tuvia Sokolsky im israelischen Fernsehstudio (Flash-Video)
9.00 Uhr: Das Volleyballspiel Japan-Deutschland beginnt. 2000 Zuschauer klatschen und jubeln, als sei nichts geschehen. Nur in den Pausen stehen sie in Gruppen über die Ereignisse.
9.40 Uhr: Der israelische Botschafter in der Bundesrepublik, Ben Horin, fliegt mit einer Sondermaschine der Luftwaffe nach München.
10.00 Uhr: Der Krisenstab tritt im Verwaltungsgebäude G1 im Büro des Bürgermeisters des Olympischen Dorfes zusammen. Zum Krisenstab gehören Hans-Dietrich Genscher, Bruno Merk, Manfred Schreiber, Willi Daume, Avery Brundage und Staatssekretär Kiesl. In Tel Aviv und Bonn tagen die Kabinette.
10.00 Uhr: Im Olympiastadion beginnen die Proben für die Schlussfeier mit verschiedenen bayerischen Trachtengruppen, die bis zum Nachmittag dauern. Stadionsprecher Joachim Fuchsberger hat erst wenige Minuten zuvor beim Betreten des Olympiastadions von den Vorfällen im Olympischen Dorf erfahren.
11.15 Uhr: Manfred Schreiber erfährt von der Bundesregierung, dass die israelische Regierung unter keinen Umständen auf die Forderungen der Terroristen eingehen wird. Bei der Münchner Polizei herrscht Ratlosigkeit.
Manfred Schreiber: Pressekonferenz (MP3-Datei)
12.00 Uhr: Das Ultimatum läuft ab. Der Krisenstab verhandelt erneut mit Issa, dem Anführer. Im Beisein eines Abgesandten der Arabischen Liga und des Missionschefs der ägyptischen Mannschaft gelingt es, das Ultimatum bis 17 Uhr zu verlängern. Die Anzahl der Terroristen, die wiederholt ihre Kleidung wechseln, wird auf fünf geschätzt.
Hörfunk-Reportage der ARD-Olympiawelle am Mittag (MP3-Datei)
15.00 Uhr: In der Basketballhalle an der Siegenburger Straße sollte in diesen Minuten das Halbfinalspiel Ägypten gegen die Philippinen beginnen, doch die ägyptische Mannschaft erscheint nicht. Der Schiedsrichter wirft nach der vorgeschriebenen Wartezeit den Ball symbolisch in den Korb der Ägypter und wertet dieses Spiel mit 2:0 für die Philippinen. Die Zuschauer gehen ohne zu protestieren nach Hause. Die ägyptische Olympiamannschaft reist am nächsten Tag aus München ab.
15.38 Uhr: IOC-Präsident Avery Brundage erklärt die XX. Olympischen Spiele für unterbrochen. Ebenso wird beschlossen, für den nächsten Tag um 10 Uhr eine Trauerfeier im Olympiastadion für die Toten des Anschlags abzuhalten.
16.10 Uhr: Im Olympiastadion sollte um 16.30 Uhr im Rahmen des olympischen Fußballturniers das Spiel der 2. Finalrunde Ungarn gegen die Bundesrepublik stattfinden. Der Stadionsprecher teilt dem Publikum mit, dass diese Begegnung wegen der Ereignisse im Olympischen Dorf ausfällt. Die vielen tausend Zuschauer verlassen schweigend und ohne Protest das Stadion. An den übrigen Wettkampfstätten werden die für diesen Tag noch geplanten Veranstaltungen ebenfalls abgesagt.
Interview der ARD-Olympiawelle mit den Organisatoren der Spiele
16.30 Uhr: Scharfschützen der Polizei in Trainingsanzügen und Sturmgewehren gehen auf den Dächern des Olympischen Dorfes sowie im Kellergeschoss in Stellung. Die Terroristen erfahren durch Rundfunk und Fernsehen von dem Aufmarsch der Polizisten.
Lothar Loewe: ARD-Reportage am Nachmittag (MP3-Datei)
17.30 Uhr: Mehrere hundert Olympia-Touristen durchbrechen die Sperrkette der Bereitschaftspolizei und singen am Zaun des Olympischen Dorfes die israelische Nationalhymne.
Josef Othmar Zöller: Kommentar am Nachmittag (MP3-Datei)
18.30: Bundeskanzler Brandt versucht, den ägyptischen Präsidenten Anwar al Sadat telefonisch zu erreichen. Ein Kontakt kommt nicht zustande, weil der Präsident angeblich nicht auffindbar ist.
18.50 Uhr: Ein Hubschrauber mit Angehörigen des Krisenstabes, unter ihnen Genscher, Merk und Schreiber, landet auf dem Militärflugplatz Fürstenfeldbruck. Nach einer Besichtigung der Örtlichkeiten wird die Möglichkeit einer Polizeiaktion auf dem Flugplatz zunächst verworfen, man will aber als Alternativlösung auf diese Option zurückgreifen, falls eine Befreiungsaktion im Olympischen Dorf nicht möglich sein sollte.
19.25 Uhr: Die Mitglieder des Krisenstabes fliegen zusammen mit mehreren Scharfschützen zurück zum Olympischen Dorf.
Willy Brandt: Ansprache am Abend (MP3-Datei)
20.50 Uhr: Bundeskanzler Brandt spricht am Telefon mit dem ägyptischen Ministerpräsidenten Asis Sidki. Dieser teilt dem Kanzler in aller Deutlichkeit mit: „We do not want to get involved”. Der damalige bayerische Innenminister Bruno Merk in einem Interview im Jahr 2006: „Es gab keine Zusage aus Ägypten, auch wenn das später einmal behauptet wurde. Auch andere arabische Staaten erklärten nur, sie wollten mit der Sache nichts zu tun haben”.
21.10 Uhr: Auf einer Pressekonferenz vor etwa 600 Journalisten im Olympia-Pressezentrum schildert OK-Präsident Willi Daume den Ablauf der Ereignisse, er weiß jedoch nicht viel Neues zu berichten.
22.06 Uhr: Die Attentäter besteigen zusammen mit ihren Gefangenen den Bus im Keller von Haus 31. Das Fahrzeug fährt durch das Kellergeschoss und hält kurz nach der Ausfahrt in der Nähe der Helikopter. Mark Slavin, André Spitzer, Amitzur Shapira, Kehat Shorr und David Berger werden zum Hubschrauber D-HAQO gebracht. Josef Gottfreund, Jakov Springer, Zeev Friedman und Eliezer Halfin besteigen den Helikopter D-HAQU. Nach ihnen steigen die Attentäter ein. .
22.22 Uhr: Die Helikopter heben ab und fliegen zum Militärflughafen Fürstenfeldbruck westlich von München. Kurz darauf verlässt ein dritter Hubschrauber mit den Mitgliedern des Krisenstabes sowie dem israelischen Geheimdienstchef, General Zvi Zamir, und dem Vorsitzenden der CSU, Franz Josef Strauß, das Olympische Dorf. ZDF-Moderator Gustav Trampe (siehe Foto) und die Zuschauer werden telefonisch von den Reportern Gerd Jauch und Carl Weiss, die sich vor Ort befinden, über die aktuelle Situation informiert.
Gerd Jauch und Carl Weiss: Abflug der Hubschrauber (MP3-Datei)
22.32 Uhr: Der Hubschrauber mit dem Krisenstab an Bord landet in Fürstenfeldbruck. Die Einsatzleitung auf dem Militärflugplatz hat der stellvertretende Münchner Polizeichef Georg Wolf. Von den zur Verfügung stehenden fünf Scharfschützen sind drei auf dem Dach des Towers postiert, zwei liegen auf dem Vorfeld. Weitere Polizeikräfte halten sich draußen im Dunkeln bereit.
22.35 Uhr: Die beiden Hubschrauber mit den Geiseln treffen bei Flutlicht auf dem Flugplatz ein. In hundert Metern Entfernung steht eine Boeing 727. Kurz vor dem Aufsetzen der Helikopter flüchten mehrere als Besatzungsmitglieder verkleidete Polizisten aus dem Flugzeug. Sie hatten von der Einsatzleitung den Auftrag erhalten, die Attentäter nach dem Betreten der Boeing zu überwältigen. Da ihnen dies aussichtslos erscheint, haben sie den Einsatz eigenmächtig abgebrochen.
22.38 Uhr: Nach der Landung steigen die Hubschrauberpiloten Praus und Ebel mit ihren Co-Piloten aus. Sie werden von zwei Attentätern mit vorgehaltener Waffe gezwungen, vor ihren Helikoptern stehen zu bleiben. Zwei andere Terroristen, einer von ihnen ist Issa, der Anführer, steigen aus den Hubschraubern aus und inspizieren das leere Flugzeug. Bruno Merk in einem Interview im Jahr 2006: „Es war klar, die sogenannte Crew aus dem Jet ist weg. Die beiden Terroristen, der Anführer und sein Begleiter, finden ein leeres Flugzeug vor und gehen in beschleunigtem Tempo wieder zurück Richtung Hubschrauber. Da habe ich dem Polizei-Einsatzleiter gesagt: Feuer frei.” Bei dem Schusswechsel werden der Begleiter des Anführers und die zwei Bewacher der Piloten tödlich getroffen. Issa und die restlichen Terroristen bleiben zunächst unverletzt. Sie schießen mit ihren Maschinenpistolen um sich und suchen unter den Hubschraubern Deckung.
22.51 Uhr: Hans Klein, der Pressesprecher der XX. Olympiade, verkündet im Pressezentrum den etwa siebenhundert Journalisten: „Eine kurze, aber wichtige Nachricht von unserem Beobachter in Fürstenfeldbruck: Schießerei auf dem Flugplatz; die Polizei schießt zurück.”
23.00 Uhr: Am Haupteingang des Militärflughafens in Fürstenfeldbruck, der von tausenden von Schaulustigen belagert wird, erscheint der 51-jährige, unweit des Flughafens wohnende Ludwig Pollack. Er ist im Pressezentrum des OK beschäftigt, trägt die offizielle Olympiakleidung und verkündet den Pressevertretern aus aller Welt: „Alles ist gut! Die Geiseln wurden freigelassen und vier der Terroristen sind erledigt!” Das Gerücht verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Nach seiner Legitimation gefragt äußert Pollack wahrheitswidrig, er sei der Beauftragte von Olympia-Pressechef Klein. Als Informationsquelle nennt er später einen hohen Polizeibeamten, an dessen Namen er sich nicht erinnern könne.
23.31 Uhr: Die Nachrichtenagentur Reuters verbreitet eine weltweite Eilmeldung: "Alle israelischen Geiseln wurden befreit."
23.50 Uhr: Polizeipräsident Schreiber meldet in das Pressezentrum: „Wir sind noch im Einsatz. Das Flugfeld ist noch nicht geräumt. Das ganze Areal ist hermetisch abgeriegelt.” Pressesprecher Klein kommentiert die widersprüchlichen Fernseh- und Rundfunkmeldungen: „Es ist zu vermuten, dass die meisten Meldungen nur auf Annahmen basieren.”
Hörfunk-Nachrichten um Mitternacht (MP3-Datei)
6. September 1972, 0.00 Uhr: Gepanzerte Fahrzeuge der Polizei treffen auf dem Flugplatz Fürstenfeldbruck ein, um die Sicherheitskräfte vor Ort zu unterstützen.
0.10 Uhr: Ein Terrorist springt aus einem Hubschrauber, wirft eine gezündete Handgranate in den Helikopter D-HAQO und versucht, in die Dunkelheit zu entkommen. Dabei wird er von einem Scharfschützen der Polizei tödlich getroffen. Der Hubschrauber explodiert. Der aus seiner Deckung hervorbrechende Anführer der Attentäter wird ebenfalls tödlich verletzt. Ein anderer Terrorist erschießt die im Hubschrauber D-HAQU sitzenden gefesselten Geiseln.
0.25 Uhr: Über den Bayerischen Rundfunk und durch Lautsprecherwagen werden Autofahrer, die in Richtung Augsburg fahren, vor geflüchteten Terroristen gewarnt.
1.32 Uhr: Der letzte Schuss fällt. Fünf der acht Terroristen wurden erschossen, die anderen verhaftet. Alle neun Geiseln sind tot. Polizeiobermeister Anton Fliegerbauer, der sich im Erdgeschoss des Towers aufhielt, wurde von einer Kugel der Attentäter tödlich getroffen. Einer der Hubschrauberpiloten, BGS-Hauptmann Gunnar Ebel, wurde durch ein Geschoss schwer verletzt. Als Willi Daume die Nachricht vom furchtbaren Ausgang des Geiseldramas erhält, sackt er nach einer späteren Schilderung seines Sekretärs in sich zusammen: "Er sah nicht aus nach Schmerz, sondern nach - Tod. Es war ein lebloses Gesicht, in das die Ereignisse dieser schrecklichen Nacht geschrieben standen."
Nächtliche Pressekonferenz der Entscheidungsträger
2.40 Uhr: Pressesprecher Klein teilt im Pressezentrum der Weltöffentlichkeit die schreckliche Bilanz der missglückten Befreiungsaktion von Fürstenfeldbruck mit. Er resümiert: „Wir Deutschen sind nicht nur eines der empfindlichsten Völker der Welt, sondern auch eines der verwundbarsten. Und es gibt keine verwundbare Stelle, an der man uns nicht getroffen hat.”
Hans Klein: Presseerklärung am frühen Morgen (MP3-Datei)
3.17 Uhr: Die Nachrichtenagentur Reuters meldet: "Kurzmeldung! Alle von arabischen Terroristen festgehaltenen israelischen Geiseln getötet."
3.24 Uhr: Moderator Jim McKay spricht im US-Fernsehsender ABC zur besten Sendezeit die folgenden berühmt gewordenen Sätze zu seinen amerikanischen Landsleuten: „Soeben habe ich die endgültige Nachricht erhalten. Als ich noch ein Kind war, pflegte mein Vater zu sagen: Unsere größten Hoffnungen und unsere schlimmsten Befürchtungen werden selten wahr. Heute Nacht sind sie wahr geworden. Jetzt wurde gemeldet, dass es elf Geiseln waren. Zwei wurden gestern Morgen in ihren Zimmern ermordet. Neun wurden heute Nacht auf dem Flugplatz getötet. Sie sind alle dahin. Es ist alles vorbei. Ich habe nichts mehr zu sagen.”
"Die Israelis hatten den psychologisch erschütterndsten Anschlag in der kurzen Geschichte