Glanzvolle Wettkämpfe (Die sportlichen Höhepunkte)

Leichtathletik: Die erste bundesdeutsche Goldmedaille

 

 

 

Staffel Damen
Sechs Tage nach Eröffnung der Spiele hatte die bundesdeutsche Olympiamannschaft noch immer keine Goldmedaille vorzuweisen. Heide Rosendahl, Dozentin an der Sporthochschule in Köln, erlöste die Sportfans und gewann am 31. August 1972 das erste Gold für die Bundesrepublik: Im Weitsprung hatte sie sich bereits im ersten Durchgang mit 6,78 Metern an die Spitze gesetzt. Diese Weite konnte von keiner der Konkurrentinnen überboten werden, und so gewann sie nach einem spannenden Wettkampf denkbar knapp vor der Bulgarin Diana Yorgova (6,77 m) und Eva Suranova aus der CSSR (6,67 m).

 

Linkpfeil Weitsprung Damen (Flash-Video)

 

Der Fünfkampf der Damen, der am 02. und 03.09.1972 stattfand, entwickelte sich zu einem packenden Dreikampf zwischen der Weltrekordhalterin Burglinde Pollak aus der DDR, der Engländerin Mary Peters und Heide Rosendahl. Letztere musste sich schließlich mit 4791 Punkten nur der Britin (4801 Punkte) geschlagen geben und beendete diesen Wettkampf mit der Silbermedaille.

 

Am 10. September 1972 errang sie zusammen mit Christiane Krause, Ingrid Mickler und Annegret Richter in der 4 x 100 Meter-Staffel (42,81 sek) in einem denkwürdigen Rennen eine weitere Goldmedaille vor den Läuferinnen aus der DDR (42,95 sek). Letztere hatten im Vorlauf mit 42,87 Sekunden einen Europarekord aufgestellt. Für den späteren Sieg war der letzte Wechsel von Annegret Richter auf Heide Rosendahl vorentscheidend: Mit nur einem halben Meter Vorsprung stand Heide Rosendahl gegen die zweifache Olympiasiegerin Renate Stecher aus Jena vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Doch die Leverkusener Sportlerin zeigte sich in glänzender Form und hielt den Vorsprung bis ins Ziel.